Diplom/ Fachbereichsarbeit


Ein positiver, selbstbestimmter und stressfreier Pflegealltag mit autogenem Training


Fachbereichsarbeit
im Rahmen der Diplomprüfung
an der Schule für allgemeine gesundheits- und Krankenpflege
am Landeskrankenhaus- Universitätsklinikum Graz
8036 Graz, Auenbruggerplatz 24


vorgelegt von
Gerhard Berghold


Betreuerin:
Frau Mag. Rotraud Heinzel
Lehrerin für Gesundheits- und Krankenpflege


Graz, im Mai 2008

 bitte unten weiter lesen und viel spaß :-)


Inhaltsverzeichnis:
Vorwort:
Einleitung:
Autogenes Training, Definitionen:
Der Alltag von einer Jungen Pflegeperson
Auswirkungen von Stress und Angst auf Körper und Umwelt
 Burn out!
Eine dieser Gegenstrategien gegen Unausgeglichenheit ist sicher das autogene Training
Zu den Entspannungsreaktionen die bei Ausübung der Übungen erreicht werden sollen, gehören folgende Veränderungen dazu:
Folgende Bereiche kann autogenes Training teilweise verhindern:
Die folgenden Punkte werden positiv beeinflusst, wenn man beharrlich und kontinuierlich die Entspannungsübungen durchführt:


Übungen:
Meine tägliche Autogene Übung.
Eine Übung für einen tollen start in den Tag.
Für dieses Problem gibt es drei gute Übungen

 

Körperreise.
Körper streichen:
Ist es sinnvoll Autogenes Training in die Pflege zu integrieren?
So kann Ihr Pflege Alltag aussehen.
Schlusswort:
Literaturverzeichnis
Bücher:
Internetseiten:
Vorwort:

Ich möchte mich vom ganzen Herzen bei meinen Bruder Andreas und bei meinen Eltern, sowie auch bei meiner Betreuungslehrerin Frau Mag. Heinzel Rotraud, die immer einen guten Rat und ein interessantes Buch zu Verfügung hat DANKEN! Ohne sie, wäre es schwieriger gewesen diese Arbeit zu schreiben. Toll, dass mich alle so gut betreut haben und mich in schwierigen Situationen gestützt haben.

 


Einleitung:

Der Grund warum ich mich für dieses Thema entschieden habe ist, dass ich früher in der Volks- und Hauptschule immer ein ängstlicher, scheuer und von anderen gelenkter und getriebener junger Bub war. Ich hatte kein Selbstbewusstsein und mein Lebensinhalt war, dass ich dauernd versuchte die Gedanken, die andere über mich hatten, zu ändern. Gott sei Dank, dass ich jetzt darüber lachen kann und dass ich einen um zehn Jahre älteren Bruder habe, der das Problem in dem ich gefangen war erkannte. Er führte viele Gesprächen  mit mir, gab mir Tipps und wies mich auf Bücher hin. Ich glaube, dass es in unserer Gesellschaft vielen Menschen so geht wie es mir ergangen ist, aber nur wenige so viel Glück haben, wie ich es gehabt habe. Es war ein Kreislauf von negativen Gefühlen und daraus folgenden Taten. Ich fühlte mich unsicher und zeigte es auch den anderen. Mit autogenem Training konnte ich mich selbst ohne Hilfe von anderen aus meinen bisherigen Leben herausziehen und neu anfangen. Mit dieser Arbeit möchte ich alle dazu ermutigen diese Methode des Selbstbestimmten Lebens selber auszuprobieren. Es ist ein einziges Wunder, dass sich hier in einem selbst vollzieht. Sie werden sich nun fragen: “Was das alles mit der Pflege zu tun hat?“ Ganz einfach, gerade in der Pflege stehen wir oft vor sehr großen Herausforderungen und sind gerade am Anfang manchmal überfordert. Das habe ich an meinen eigenen Leib erfahren und durch viele Klassenkammeraden bestätigt bekommen. Meine Annahme ist es, wenn man das Leben liebt und mit sich zufrieden ist, kann man die größten Eisberge versetzen. Gerade in der Pfleg brauchen wir meines Erachtens, viel mehr ruhige, lebensbejahende, ausgeglichene und entschlossene Menschen…
Ich habe mir folgende Forschungsfrage gestellt: „Kann autogenes Training, den Stressfaktor im Alttag des jungen Pflegepersonals senken und so die Pflege verbessert werden?“
Ich hab meine Arbeit in folgende Abschnitte gegliedert:
• In die Definition,
• in den Pflegealltag von Jungen Pflegepersonals,
• die Auswirkungen von Stress auf den Menschlichen Körper.
• Was man mit Autogenem Training alles erreichen und verhindern kann.
• Verschiedene Autogenen Trainings Übungen und
• die neue Gestaltung des Tages damit.

Autogenes Training, Definitionen:

Es gibt zahlreiche Definitionen darüber was Autogenes Training ist. Ich habe für meine Arbeit die nachfolgenden vier ausgewählt:

„Das autogene Training ist ein übendes Verfahren zur konzentrativen Selbstentspannung“ (Pflege Heute 2004,Seite 611).

„Das autogene Training nach J.H. Schulz (1884-1970) ist ein autosuggestives Verfahren. Der Patient beeinflusst sich selbst indem er bestimmte Übungen durchführt. In Einzelschritten wird durch bestimmte Formeln eine Entspannung einzelner Körperteile erreicht, was bis hin zur Beeinflussung von Atmung und Herzschlag führen kann. In der Folge wird auch die psychische Verfassung beeinflusst“ (Neurologie, Psychiatrie 2006, Seite 309/310).

„Autogenes Training ist ein wissenschaftlich fundiertes, psychotherapeutisches Verfahren. Es beruht auf der Erkenntnis, dass sich jeder Mensch durch Selbst-( auto) Suggestion in einen bestimmten Gefühlszustand versetzen kann“ (http: www.meduniqa.at/ 16.12.2005).

„Das Autogene Training wurde in den Jahren 1926 bis 1932 vom Berliner Nervenarzt Prof. J. H. Schultz entwickelt. Die Grundlagen des autogenen Trainings waren schon damals nicht neu, sondern aus der Hypnose längst bekannt. So erfuhr auch Schultz von zahlreichen Patienten, dass sie während der hypnotischen Trance unter anderem Wärme- und Schwereempfindungen wahrgenommen hatten. Sein Umkehrschluss war ebenso einfach wie scharfsinnig: Würde man einer Person im Wachzustand solche Hypnose- Erfahrungen suggerieren, dann müssten sie eigentlich in einen Tranceartigen körperlichen - seelischen Ruhezustand sinken. In der Tat konnte Schultz in umfangreichen klinischen Studien dieses nachweisen“(Dr. Arnd Stein Autogenes Training 2002, Seite 3).

Ich wende dieses so genannte Selbstentspannungsverfahren seit zwei Jahren an und kann mit dem Wort autogenes Training bis heute nur bedingt etwas anfangen. Da die vielen Definitionen die es darüber gibt, für mich zu akademisch geschrieben sind versuche ich Ihnen es mit meinen eigenen Worten und Beispielen zu erklären, was ich unter Autogenem Training verstehe.
Das autogene Training ist im Prinzip ein sehr einfaches Verfahren (vgl. stressfrei durch progressive Relaxation, Seite12) und zielt auf ein wichtiges Detail im Leben hin, nämlich darauf, dass man mit der richtigen Einstellung so gut wie alles im Leben selber bestimmen kann. Zum Beispiel: Wenn es regnet heißt es in den Medien oft, schlechter Tag und umgekehrt, wenn die Sonne scheint ist es ein guter Tag. Häufig ist es wirklich so, wenn ich aufstehe und es regnet oder es ist bewölkt, dann ist meine Stimmung getrübt. Dann höre ich in dieser mentalen Verfassung im Radio auch noch, Regen- schlechter Tag, und meine Gedanken werden negative verstärkt. Dann komme ich in die Schule, wo alle, auf Grund des schlechten Wetters, mies drauf sind und meine Gedanken Regen = schlechter Tag, werden war!
Ich glaube, dass ist ein relativ einfaches Beispiel von einer Situation die viele schon oft selber erfahren haben. Jetzt kommt das autogene Training ins Spiel. Wenn ich mir hingegen einrede, dass jeder Regentag ein wunderschöner Tag wird, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es, wenn ich bei Regenwetter aufwache und mir den Satz - Regen, schöner Tag, vorsage es tatsächlich ein schöner Tag wird. Wenn ich dann mit einem Lächeln im Gesicht und den Gedanken Regen –schöner Tag in die Arbeit oder in die Schule komme, dann kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung sagen, dass auf einmal die Mitarbeiter in meiner Gegenwart nicht mehr ein so trauriges und unmotiviertes Gesicht machen, weil es regnet, und die Stimmung steigt allgemein an. Das ist wie beim Diffusionsverfahren, nur mit dem Effekt, dass ich mit meiner Einstellung wie ein Vulkan bin, der immer mehr positive Gedanken sprüht und so die Einstellung Regen = ein guter Tag, wahr werden lässt. So wird es geschehen, dass ein Regentag ein schöner Tag wird. Geschaffen durch meine eigenen Gedanken! Und ich kann jetzt denjenigen, die innerlich den Kopf schütteln und denken, nein dies kann nicht sein, empfehlen: PROBIEREN SIE ES SELBER AUS. Sie haben dann etwas gemacht von dem sie selber bis dato wahrscheinlich noch keine Erfahrung hatten - AUTOGENES TRAINING! Ja, das ist der ganze Zauber! Die Gedanken steuern unseren Körper und unser Bewusstsein bzw. unser Unterbewusstsein. Durch unser Handeln steuern wir unser Umfeld und das ist im weiteren Sinne das ZIEL des Autogenen Trainings.

Das wir uns selber wirklich mit den richtigen Zielen festigen können und das Umfeld zu unseren Gunsten bewegen können, brauchen wir einen ausgeglichen Körper. Dazu gehört eine innere Ruhe! Zu diesen Punkt kommt man durch Sport und mit den Entspannungsübungen des autogenen Trainings!

Und jetzt sind wir schon mitten in den zwei Hauptsäulen des autogenen Trainings. Zuerst richtig entspannen und dann durch Autosuggestion die Ziele für unser eigenes, tolles Leben in sich selbst festigen und stärken!
Das was ich Ihnen jetzt beim oben genannten Beispiel: Regen = schöner Tag, versucht habe zu demonstrieren, kann man in jeder Lebenslage und in jeder x- beliebige Situation anwenden und die Gedanken, in Wünsche, Ziele und Motivationen umwandeln
Einen Haken hat das Ganze schon! Erstens, man muss bis man beim Autogenen Training die ersten Erfolge spürt längere Zeit üben. Zweitens muss man es mehrmals am Tag wirklich konsequent durchführen. Oft ist es so, dass wenn man zuerst etwas mit voller Begeisterung angeht und sich dann nicht sofort der gewünschte Erfolg einstellt, die guten Vorsätze gleich wieder verwirft. Drittens muss man die Umgebungsfaktoren mitberücksichtigen. Zum Beispiel, wie oben bereits erwähnt, die Medien. Dieser Faktor ist sehr oft auch ausschlaggebend dafür, dass man bald aufgibt. Denn für die Gesellschaft ist dieses Auftreten und diese Form von selbstbestimmtem Leben etwas Fremdes, dass man skeptisch betrachtet! (vgl. Hilf dir selber sonst hilft dir keiner von; Seite 53 bis 54).

Der Alltag von einer Jungen Pflegeperson

Jede neue Arbeitsstelle braucht seine Eingewöhnungsphase. Man muss sich an den normalen Arbeitstagesablauf, die neue Umgebung und Mitarbeiter gewöhnen. Das allein ist keine Besonderheit, das ist bei jedem Beruf gleich. Jedoch bekommt da der Berufsgruppe des Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonals eine Sonderstellung zu. Hier ist es nämlich so, dass die Lehrzeit, nicht wie bei vielen anderen Berufsgruppen auf einen Arbeitgeber beschränkt ist, sondern dass es eine schulische Ausbildung mit verschiedenen Praktikumsstellen ist und so die „jungen Diplomierten“, immer mit neuen Arbeitsabläufen konfrontiert sind. Der Lehrling in einem z.B., handwerklichen Bereich, hat mindestens 3 Jahre durchgehend die gleichen Bedingungen und eignet sich seine Fähigkeiten und Wissensgebiete Schritt für Schritt in der Praxis an. Bei der diplomierten Gesundheit- und Krankenpflegeausbildung ist ein sehr großes Lernspektrum zu bewältigen, das in den drei Jahren Großteils in der Theorie gelehrt wird. Nach der Diplomierung kommt man auf eine spezielle Station wo man jetzt nicht nur die neue Umgebung und Mitarbeiter kennen lernen muss, sondern auch meist eine spezielle Arbeit durchzuführen hat, die man unter umständen noch nie gemacht hat. Theorie und die Praxis sind sicherlich zwei ganz unterschiedliche Bereiche die man mit viel Übung erst zu verbinden, lernen muss! Dieser Punkt, ist in der Pflegesparte sicher größer vertreten als in anderen Branchen, weil einfach das Wissen (theoretisch) schon so groß sein muss, um in der Praxis bestehen zu können. Dann kommt noch der wichtigste Punkt in diesem sozialen Beruf dazu, nämlich der mitmenschliche Aspekt. Der Umgang mit Kranken und deren Problemen ist oft schon für ausgeglichene, erfahrene Menschen/ Pflegepersonen sehr schwer und belastend. Wenn jetzt noch in einer Ausnahmesituation, die ein Neuanfang auf einer Station sicher darstellt, noch dazu kommt, ist die Chance für Überbelastung, Unausgeglichenheit, Überforderung und Stress sicher um einiges größer als sonst. (Vgl. Pflege, Stress und Bewältigung, Seite 21 bis 25).

Um eine totale KO Situation, schwere Fehler und unangebrachte Handlungen zu vermeiden, was in diesem Beruf doch sicher Grundvoraussetzung sein muss, sollte man sich schon vorher eine Strategie zurechtgelegt und angeeignet haben, um sich selbst zu beherrschen und die innere Ruhe zu bewahren. Ausgeglichenheit ist wichtig, um bei der Arbeit richtig reagieren zu können und auch im privaten Bereich alles so gut wie möglich in Ordnung zu halten. Wenn zusätzlich zu den beruflichen Belastungen auch noch private Unausgeglichenheit und Stress dazukommen, ist das eine wirklich gefährliche Situation, in der man psychisch und physisch sehr leicht aus der Balance kommen kann! Um das zu vermeiden, gibt es sehr viele Entspannungsübungen, Sport, Strategien und Techniken zur Problemvermeidung und Überwindung. Ich werde Ihnen, das Autogene Training in dieser Arbeit genauer beschreiben und versuchen es als eine sehr tolle Methode zur Vorbereitung und Anwendung in der Praxis schmackhaft zu machen. Ich bin davon überzeugt, dass man ausgeglichener wird und so kritische Situationen auch viel leichter bewältigen kann und auch schneller in den Aufgabenbereich der neuen Station hineinwächst!

Auswirkungen von Stress und Angst auf Körper und Umwelt

„Der große Nobelpreisträger für Medizin, Dr. Alexis Carrel, sagte einmal: Geschäftsleute, die nicht wissen, wie sie Angst und Sorgen bekämpfen, sterben früh. Auch Hausfrauen,  Tierärzte und Maurer“ (Sorge dich nicht, Lebe! 2002, Seite 49).

Dr. O.F. Gober, einer der leitenden Ärzte der Santa-Fe-Eisenbahn stellte die Prognose: “Siebzig Prozent aller Kranken die zum Arzt gehen, können sich selbst heilen“ (Sorge dich nicht, Lebe! 2002, Seite 49).

Es ist nicht so, dass man sich die Krankheiten nur einbildet, doch es ist schon richtig, dass man durch Sorgen und Ängste den Körper sehr belastet. Angst vor irgendeiner Situation etwas falsch zu machen, bringt zugleich Sorgen vor den Folgen. Das ist ein Kreislauf der sich immer schneller dreht! Und wenn man schon einmal in einem Vergnügungspark war und mit einem Karusell mitgefahren ist, das immer schneller wird und nicht aufgehört hat sich zu drehen, weiß wie der Körper reagiert! Es wird einem Übel, der Magen spielt verrückt, Schwindel, Kopfweh und andere Schmerzen treten auf.
Es ist bewiesen, das Sorgen nervös machen und die Körperanspannung erhöhen. Vor einer Prüfung oder wenn man vor einer großen Gruppe reden muss, hat sicher schon jeder einmal diese Symptome wie z.B. Zittern oder Hitzewallungen verspürt. Die Nervosität und die Verspannungen schlagen sich auf die Magennerven, die Verdauungssäfte reagieren darauf negativ und das so schmerzhafte Stress- oder so genannte „Manage Syndrom“ entsteht! Pantolog ist dann immer das Wundermittel dagegen. Es wirkt aber nur gegen das Symptom, aber beseitigt nicht dessen Ursache. Die Ursache die als erstes in der Bevölkerung bei Magengeschwür zu hören ist, ist falsche Ernährung. Dass Angst und Stress aber auch als ein erheblicher Faktor mitspielen ist oft unbekannt. So schreibt Dr. Joseph F. Montague in seinem Buch: „Nervöse Magenleiden“ das man vom Essen keine Magengeschwüre bekommt, sondern nur von dem, was an einem selber innerlich frisst. Als tolles Detail am Rande: Laut der Illustrierten „Life“ ist die Krankheit „Magengeschwür“ jetzt schon bei den tödlichsten Krankheitsursachen auf die zehnte Stelle gereiht worden. Und sie ist auf der Überholspur. Ich würde uns allen deswegen dringend vorschlagen, bevor wir uns das nächste Mal wegen einer Kleinigkeit ärgern, zu überbelegen, was es bringt. Ob wir jetzt zwei Minuten länger im Stau oder vor einer roten Ampel stehen ist doch egal. Nicht ärgern, sondern überlegen wir uns ab jetzt ob sich das Risiko lohnt, oder ob man sich in der Zwischenzeit nicht einfach zurücklehnen und durchatmen, oder an einen schönen Augenblick denken soll. So nach dem Motto: „Für ein längeres und glücklicheres Leben“ (vgl. Sorge dich nicht, Lebe! 2002,  Seite 49 und 50).

Dr. Edward Podolsky hat in seinem Buch „Gesund ohne Sorgen“ über die Folgen von Stress geschrieben. Er beschreibt darin wie das Herz auf Angst reagiert, das Sorgen, hohen Blutdruck fördern und das Rheumatismus oft die Folge von ungelösten Problemen ist. Wenig Aufregung soll dem Magen gut tun, (siehe oben). Ängste sollen Schnupfen und Schilddrüsenerkrankungen, so wie auch das Immunsystem schwächen. Diabetes Mellitus als Folge von der Grunderkrankung chronischer Angst. Wenn man diese Liste sieht, sollte man jetzt durchatmen und einfach den Tag genießen (Vgl. Sorge dich nicht, Lebe! 2002, Seite 52).

Der Grund warum ich das alles so ausführlich beschreibe ist, dass ich Ihnen klar machen möchte, dass Unausgeglichenheit, Stress, Ärger und, Ängste für unsere Seele und unseren Körper einfach ungesund sind. Man kann damit leichter Krankheiten auslösen als man glaubt. Nicht umsonst ist die Diagnose „Burn out“ in aller Munde. Es gibt so viele Aktionen im Leben wo ich mich aufrege und wo ich im Nachhinein nicht einmal mehr den Grund für meine Reaktion weiß. Man sollte einfach bewusst leben. Gerade im Berufzweig der Pflege ist es wichtig eine Gegenstrategie zur Verfügung zu haben, um die Überlastung, die Überforderung, so gering wie möglich zu halten. Denken wir an unsere Gesundheit und an die vielen schönen Momente die man wegen Angst, Sorgen und Gedanken versäumt…!

Burn out!
„Das "Ausgebrannt sein" oder englisch "Burn out - Syndrom" bezeichnet einen besonderen Fall berufsbezogener aber auch familiärer, chronischer Erschöpfung. Erstmalig verwendete der Psychoanalytiker Herbert Freudenberger 1974 den Begriff“ (http://www.stressforschung.ch/ 2007)

Burn out ist wirklich ein wichtiger Punkt, der immer mehr Patienten betrifft und bald zu einer Volkskrankheit ausartet! Stress, Frustration, das Setzen und nicht Erreichen von zu hohen Zielen, zu hohe persönliche Erwartungen und Überlastungen sind oft die Ursache für das dauernde und durchgehende erschöpft sein. Das Burn out Syndrom hat vielfältige und individuelle Gründe. Depressionen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magenkrämpfe oder körperliche Dysfunktionen sind typische Symptome. Dazu kommen noch Schuldgefühle oder Versagensängste. Angst mit Freunden zu reden, und Kontaktabbrüche in sozialen Beziehungen sind die Folge. Das alles nur, weil man nicht auf den Körper gehört hat, ihn überfordert und sich nicht entspannt hat, beziehungsweise kein Abwehrsystem, wie autogenes Training angewendet hat. Die hohe Arbeitsbelastung in "helfenden Berufen" wie Ärzte, Pflegeberufe, Rettungsdienstpersonal, Lehrer, Sozialarbeiter, Erzieher, fördert das ausgebrannt sein noch mehr. Aber betroffen können alle Berufsgruppen sein. Sehr zum Nachdenken veranlasst der Umstand, dass Schüler immer öfter und schwerer mit der Diagnose Burn out betroffen sind beziehungsweise damit konfrontiert werden (Vgl. http://www.stressforschung.ch/ 2007).

Eine dieser Gegenstrategien gegen Unausgeglichenheit ist sicher das autogene Training

Bei verschiedenen Vergleichsuntersuchungen wurde herausgefunden, dass Patienten die progressive Relaxation (ist eine andere Art zur Selbstentspannung, die auf die gleichen Ziele wie  autogenes Training abzielt) oder autogenes Training angewandt haben, Krankheitsbedingte körperliche und seelische Veränderungen zum Positiven hin verbessern konnten (Vgl. Stressfrei durch Progressive Relaxation, Buch Seite11).

Folgende Entspannungsreaktionen sollen bei der Durchführung der Übungen errecht werden:
• Verlangsamte und regelmäßig Atmung
• Senkung des Sauerstoffverbrauch
• Verringerung der Herzfrequenz
• Senkung des Blutdruck
• Entspannung der Skelettmuskulatur
• Veränderung der elektrischen Hirnaktivität (Diese Veränderungen kann man auch im EEG feststellen, das bei Entspannungsübungen auf geistige Ruhigstellung hin deutet)
• Das seelische Erleben ist oft sehr individuell unterschiedlich
• Der Gemütszustand ist nach den Übungen positive gestimmt
• Die Menschen reagieren nach längerem Üben, in verschiedensten Situationen viel gelassener und ruhiger als vor Beginn der Entspannungsübungen (vgl. Stressfrei durch Progressive Relaxation, Seite11).

„In der psychologischen Praxis wurde immer wieder festgestellt, dass bestimmte Bereiche des Körpers (Kopf, Schuler- Nackenmuskulatur, Schmerzen und Verspannungen) - nicht zuletzt aufgrund der ungesunden Arbeitsbedingungen im Computerzeitalter- auf Stressfaktoren besonders Sensibel reagieren“ (Dr. Arnd Stein, Autogenes Training 2002, Seite 4).

Folgende Beschwerden kann autogenes Training teilweise verhindern:
• Kopf-, Rücken- oder Bauchschmerzen
• verschiedene Beschwerden im Magen-Darm-Trakt
• Wetterfühligkeit
• Schlafstörungen
• Nervosität
• Unsicherheit, Selbstzweifel
• Angstzustände
• Unterstützung bei der Raucher-Entwöhnung
Erwähnenswert wäre, dass die Beschwerden nur dann verhindern werden können wenn sie stressbedingt sind. Dies ist wie sie oben gelesen haben, bei 80% der Krankheiten der Fall (Vgl. http://www.meduniqa.at/ 16.12.2005).

Dr. Stein schrieb 2002: „Körperliche Symptome sollten Sie unbedingt medizinisch abklären lassen. Doch auch bei organisch bedingten Krankheiten kann das autogene Training Ihre Genesung therapiebegleitend fördern“ (Dr. Arnd Stein, Autogenes Training 2002, Seite 5 bis 6).

Folgenden Bereiche werden positiv beeinflusst, wenn man beharrlich und kontinuierlich die Entspannungsübungen durchführt:
Das Herz und Kreislaufsystem:
Bluthochdruck (Hypertonie) kann laut eine amerikanischen Studie deutlich gesenkt werden. Bei Herzinfarkt Patienten wird das Risiko für einen erneuten Infarkt deutlich gesenkt. Der gesamte Heilungsverlauf bei Herz-Kreislauf Erkrankungen wird verbessert. Patienten, die bei einer Studie in den USA mitgemacht haben und ohne Entspannungstraining die Krankheiten bewältigen wollten, hatten eine deutlich schlechtere Erfolgschance auf vollständige, schnellere Ausheilung, als Patienten die das Entspannungstraining durchgeführt haben. Dieses Wissen ist für Pflegepersonen sehr wichtig und sie sollte es in den Patienten in der Praxis auch vermitteln.

Stärkere Abwehrkräfte bei Krebs.
Die Heilungs- und die Abwehrkräfte werden mit Entspannungstraining deutlich gesteigert, und daraus resultiert eine bessere Heilungschance bei Krebs.

Große Erfolge bei Behandlungen von vegetativen Beschwerden.
Irritationen des vegetativen Nervensystems wie zum Beispiel nervös bedingte Magen- Darmbeschwerden, Kopfschmerzen und Verspannungen, werden durch das Entspannungstrainings sehr oft zur Ausheilung gebracht.

Abbau von Angst.
Das ist ein sehr wichtiger Punkt den dadurch kommt es in weiterer Folge auch zu einem zunehmenden Gelassenheitszustand im Alltag (vgl. Stressfrei durch Progressive Relaxation, Seite12 bis14) (vgl. Dr. Arnd Stein Autogenes Training, Seite 5).

Nachfolgend möchte ich innen jetzt einige Übungen vorstellen die ich täglich mache. Ich würde mich freue wenn ich sie ihnen ebenfalls schmackhaft machen könnte.

Übungen:

Meine tägliche Autogene Übung.
Es gibt viele verschiedene Arten wie man autogenes Training anwendet. Es gibt nicht die Übung, die man strickt einhalten muss um bei diesem Training Erfolg zu haben. Man muss selber wissen, was einem gut tut und das bezieht man in die Übungen ein. Wenn einem irgendein bestimmter Bestandteil der Übung nicht positiv oder sympathisch stimmt, lässt man ihn einfach weg. Man kann nichts erzwingen, man muss es wollen und durch Freude, Motivation, Engagement und Geduld abwarten, bis sich die Erfolge einstellen.

Ich mache die Übung zwei bis drei Mal am Tag. Oft im Bus, in der Pause, vor dem Einschlafen, oder wenn ich total unter Stress stehe. Sie dauert bei mir so ca. 15 bis 30 Minuten, kommt darauf an wo ich es mache und wie konzentriert ich bin. Umso mehr ich mich ablenken lasse, umso länger dauert die Übung und die Erfolge treten bei mir dann auch nur bedingt auf.

Ich beginne die Übung des autogenen Trainings, mit dem Gedanken: jetzt nehme ich mir Zeit für mich, ich werde ruhig und gelassen. Ich nehme dann eine ganz bequeme Körperstellung, Sitzposition oder Liegeposition ein, so, dass ich mich wirklich wohl fühle.
Ich atme zwanzigmal tief und konzentriert über die Nase ein und nach ein paar Sekunden über den Mund aus. Ich versuche meine Gedanken ausschließlich auf meine Atmung und auf Gleichgültigkeit zu konzentrieren. Ich versuche die Anspannung die ich im Laufe des Tages angesammelt habe, auszuatmen und benütze gewollt die Bauchatmung. Der Gedanke Ruhe und Entspannung ist auch hier eine große Hilfe um zur Ruhe zu kommen. Da wir im Laufe des Lebens, im Alltag häufig unbewusst einatmen funktioniert die Lungenbelüftung auch nur mehr zum nötigsten Teil. Das Beispiel dazu ist ein Haus in dem immer genug Luft zum Überleben ist, aber die Fenster zum Durchlüften, (was man ja jeden Tag tun sollte) nie geöffnet werden. Die Luft schmeckt, riecht und erscheint abgestanden. Sie ist ungesund und mindert die Leistungsfähigkeit. Genau das gleiche passiert mit unserem Körper. Die Luft ist durch das normale oberflächliche Atmen eher abgestanden. Durch das bewusste zwanzigmal tiefe Einatmen über die Nase und mittels Bauchatmung und das Ausatmen über den Mund erreicht man eine Luftverbesserung. Man fühlt sich danach einfach wohler (Vgl. Hilf dir selbst sonst hilft dir keiner, von Seite 23 bis26).

Mit den richtigen Atemtechniken und durch die richtige mentale Einstellung soll es sogar möglich sein den Lungenkrebs ohne herkömmliche Therapien wie Chemo- oder Strahlentherapie, zu heilen!

„In China gibt es zahlreiche Sanatorien, in denen die Heilmethode hauptsächlich aus verschiedenen, in Jahrtausenden überlieferten und verfeinerten Atemtechniken besteht Es gibt eigene Techniken zur Heilung von Lungenkranken, andere helfen bei Leberleiden, bei Depressionen und so weiter. Die meisten Patienten in diesen Sanatorien sind nicht etwa Kurgäste, die sich ein wenig regenerieren wollen. Es sind vielmehr Patienten, die von der modernen Medizin als unheilbar abgeschrieben worden sind…. Für uns klingt das oft als Heilung durch Atmungstechniken nach Scharlatanerie. Aber vielleicht denken Sie eines Tages anders darüber, wenn Sie sich lange genug bewusst mit Ihrer eigenen Atmung beschäftigt haben.“ (Hilf dir selbst sonst hilft dir keiner, 2000, Seite 24)

Shindai Sekigiuschi schrieb: „Um den Zustand des Gleichgewichts und der Ruhe zu erreichen, auf den wir unser tägliches Leben aufbauen können, folgen wir bestimmten körperlichen Regeln. Zuerst nehmen wir die richtige Stellung ein, dann regulieren wir das Atmen. Schließlich sorgen wir für Ruhe in uns“ (Hilf dir selbst sonst hilft dir keiner, 2000, Seite 25).

In China gibt es riesig große Kliniken und Klostereinrichtungen. Die Mönche betreuen die Patienten und bringen Ihnen das richtige Atmen über Monate bei. Die Therapieerfolge sind erstaunlich gut. Deswegen ist auch der Krankentourismus nach China, Indien und Brasilien sehr stark.

Während meiner Praktika auf der Pulmologie und auf der Onkologiestation im Universitätsklinikum Graz habe ich mir selbst ein Bild von der Lage machen können. An Wissen oder an Verantwortung mangelt es sicher nicht! Das Wohlergehen des Patienten wird bei uns großgeschrieben. Ich glaube nur, dass die riesigen Pharmafirmen einen Geschäftsverlust befürchten, denn auch in den westlichen Staaten werden immer mehr solcher alternativer Kliniken angeboten. Auch bei uns wenden immer mehr Ärzte zusätzlich zur medizinischen Betreuung alternative Heilmethoden an. Es besteht immer mehr Hoffnung für schwerstkranke Patienten. (vgl. Hilf dir selbst sonst hilft dir keiner, von Seite 24 bis 25)

Nach den zwanzig Atemzügen, denke ich mir sechsmal den Gedanken Kraft. In der Literatur steht geschrieben, man soll an Schwere denken, weil man hier schneller eine Schwere verspürt. Ich habe mit diesem Wort ein Problem, ich verbinde es mit nicht lösbarem oder großem Aufwand. Das hat man oft genug im Leben. Im Gegensatz zu Kraft, mit der kann ich etwas bewegen und deswegen sagt mir dieses Wort mehr zu. Deshalb spreche ich mir ins Unterbewusstsein statt Schwer, das Wort Kraft. Zuerst in die Hände, danach in den Bauch, den Kopf, das Gesäß, die Beine und die Füße. Eines nach dem anderen. Und nach einiger Übungszeit, spüre ich an bestimmten Tagen, nach diesen Gedanken wirklich genau an diesen Stellen unglaubliche Energie und Kraft! Das gleiche mache ich danach mit dem Gedanken Wärme und mit dem Gedanken Ruhe, immer sechsmal. Eines nach dem anderen. Wenn ich das hinter mich gebracht habe, kommt sechsmal der Satz: „mein Herz schlägt ruhig und gleichmäßig“, dann mein Sonnengeflecht ist warm und mein Hirn ist gut durchblutet.“ Beim Gedanken, mein Herz schlägt ruhig denke ich konzentriert an meine Herzregion, und nach längerem Üben spüre ich, wie mein Herzschlag ruhiger wird. Beim Gedankten Sonnengeflecht denke ich an die gesamte Bauchregion unter den Rippen und diese Region wird angenehm warm. Beim Gedanken mein Hirn ist gut durchblutet denke ich an den Kopfbereich. Laut Literatur kann man aber auch den Gedanken meine Stirn ist kühl verwenden.

Es könnte sein, dass es bis jetzt für den einen oder anderen Leser zu durchstrukturiert ist, und er so zu wenig Freiraum hat. Aber den Freiraum kann man sich selber schaffen. Denke daran: Alles was du tun möchtest tue es auch, dann geht es gut. Sich in irgendeine Übung steif und ungewollt mit Zwang reinzusteigern, ist die falsche Art um eine Entspannungs- bzw. Selbstverwirklichungsübung zu starten. Es werden unten für diejenigen, denen diese Übung überhaupt nicht zusagt, oder bis jetzt schon zu lange andauert auch noch viele andere Methoden der Selbstentspannungsübungen vom Autogenen Training angeführt werden. Denn Autogenes Training hat ein breites Zugangsfeld, gemäß dem Motto: „Viele, oder alle Wege führen nach Rom.“

Man hat dann die Möglichkeit einem bestimmten Ziel, das man erreichen möchte, zum Beispiel ein Prüfung morgen oder ein Treffen übermorgen wo man nervös ist, diesen Gedanken zehnmal zu widmen. Das kann so ausschauen: „Ich schaffe die Prüfung, die Nervosität ist mir gleichgültig, ich bekomme eine positive Note auf die Prüfung.“ Einen Satz zehnmal wiederholen und sich danach so oft wie nötig das Wort Ruhe einreden. An die verspannten Körperteile denken und ruhig werden. Wenn man es dann geschafft hat ruhig zu sein, dann kommt wieder das „selber einreden“. Zehn mal einen Wunsch, dass man ein weites Ziel erreicht. Wie zum Beispiel: „Ich werde ein guter Dipl. Krankenpfleger oder ich werde eine Weltreise machen“. Diesen einen Satz sagt man sich ein paar Wochen hintereinander bei jeder autogenen Trainingseinheit. Nach ein paar Wochen nimmt man dann ein neues Ziel, das man hat und redet sich dieses ein. Die alten Ziele sollte man in einigen Abständen immer wiederholen und sie sollten im autogenen Training einen festen Platz haben.

„Für diese Suggestion werden ebenfalls bestimmte Regeln vorgegeben: Sie sollen möglichst positiv und einprägsam, also kurz und rhythmisch sein (zum Beispiel: ich wache früh ganz fröhlich und frisch auf). Außerdem wird die besondere Wirksamkeit der Versform hervorgehoben. Suggestionen wie: Ruhig und geborgen, bin ich frei von Sorgen, oder es geht mir gut, ich bin fröhlich und frei, gelten als besonders intensiv und wirkungsvoll“ (Dr. Arnd Stein, Autogenes Training 2002, Seite 4).

Natürlich, muss man dafür üben und was tun, dass man zum Beispiel eine schönere Handschrift hat, aber durch das Einreden bekommt man die Motivation dazu, und meistens kommt mit der Motivation die Kraft und Lust etwas für das eigene Ziel zu tun und nach einiger Zeit stellt sich dann sicher auch der Erfolg ein. So nach dem Motto: „Gib und du kannst nehmen oder sähe im Frühjahr das Getreide an und ernte im Herbst.“ Um das Getreide zu ernten muss man im ganzen Jahr etwas dazu beitragen und etwas tun und viel Wissen und Erfahrung haben, aber dafür gibt es im Winter ein gutes knuspriges Brot. Um ein beschwerdefreies, glückliches, gesundes, unabhängiges und freies Leben führen zu können, (was die meisten Menschen anstreben) ist das autogene Training ein gutes Mittel zum Zweck.

Dann, nach den zehn hintereinander folgenden Gedanken für langfristige Ziele, kommt man zum Ende. Das macht man am besten mit Gedanken auf den gesamten Körper: „Kraft, Wärme, Ruhe“, sechsmal hintereinander denken und fühlen. Kraft, Wärme, Ruhe, Kraft, Wärme, Ruhe...
Beim letzten Akt, atmet man einmal kräftig mit der Nase ein, gibt die Hände zum Brustkorb. Dann Atmet man kräftig aus und streckt gleichzeitig die Arme zur Seite. Danach ist die Übung beendet. Diese Rücknahme, ist wirklich wichtig. Nur vor dem Einschlafen kann man diesen Teil weglassen, sonst ist es unbedingt nötig diesen Ausatmungsabschuss durchzuführen, um dem Körper zu zeigen: „Jetzt bin ich wieder im Leben, und ich muss wieder auf die Gegebenheiten und Lebensumstände reagieren.“

Zusammenfassung:
„Erstens: Bequeme Stellung, Atmen, Harmonie. Zweitens: Ganz schwer ganz warm, ganz ruhig. Drittens: Atem und Herz. Viertens: Das Sonnengeflecht. Fünftens: Stirn und Gehirn. Sechstens: Vergessen Sie nie zurückzunehmen“ (Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner 2000, Seite 64).

Diese Übung führe ich täglich durch. Wer mehr darüber wissen will, vergleiche bitte im Buch Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner. (Vgl. Hilf dir selbst, sonst hilf dir keiner, von Seit 50 bis 64)

Diese Übung ist ziemlich genau nach der Urform von Schultz gehalten. Sie ist unbestritten, hat aber auch den Nachteil, dass sie sehr komplex und bei ihrer Anwendung äußerst zeitintensiv ist. Oft ist die Zeit nur bedingt gegeben oder man kommt durch diese lange Übung noch mehr unter Zeitzugzwang und das Gegenteil von Ruhe tritt ein. Viele zunächst Übungswillige brechen diese Form der Übungen nach kurzer Zeit ab, weil sie weder Geduld noch Muße haben, die Übungen regelmäßig durchzuführen, und sich die gewünschten Erfolge nicht sofort einstellen. (Vgl. Dr. Arnd Stein, Autogenes Training, Seite 6 und 7)

Um das zu verhindern und Übungen für Stresssituation zwischendurch zu haben, gibt es auch verkürzte Versionen von autogenen Übungen. Ein paar habe ich hier jetzt aufgelistet und beschrieben:

Eine Übung für einen tollen Start in den Tag.
In der Früh wenn sie aufwachen einfach einmal kräftig durchatmen, sich strecken und recken. Dann fragen Sie sich: „was möchte ich heute erleben, wie geht es mir jetzt, was fehlt mir um dort hin zu kommen wo ich hin will? Wie ist gerade meine Atmung?“ Dann atmen Sie wieder durch, geben sich selber ein herzhaftes Lächeln, oder Lachen sie auch wirklich laut vor sich hin. Denken sie den Gedankten: „Heute wird ein guter Tag, ich werde meine vorgegebenen Ziele erreichen, mir geht es gut, das Leben liebt mich und ich werde heute vom Leben nur das Beste bekommen, mir geht es Spitze.“ Dann stehen Sie mit einem Lachen auf und gehen ganz locker in den Tag. Diese Übung kann man öfters mitten im Alltag machen, in der Pflege kann man diese Übung ganz gut integrieren, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen (Vgl. Atem und Bewegung, Theorie und 100 praktische Übungen, Seite 40).

„In Deutschland arbeiten etwa 44% aller Erwerbstätigen im Büro, Sie verbringen etwa 80% ihrer Arbeitszeit sitzend und hauptsächlich am Bildschirm arbeitend. Viele von ihnen klagen am Ende ihres Arbeitstages über Kopf- und Nackenschmerzen, Verspannungen und Augenbeschwerden“ (Atem und Bewegung, Theorie und 100 praktische Übungen, 2006, Seite 43).

Diese Probleme treten wegen der täglichen gleichen Haltung immer öfter in den sitzenden Berufen auf. Aber auch als diplomierte Pflegeperson wird immer mehr mit dem Computer gearbeitet, man muss immer mehr und genauer dokumentieren um die Qualität der Pflege fest zuhalten. Dabei wird oft nur schnell irgendwo in einer unbequemen und unpassenden Sitzposition die Arbeit verrichtet.

Wichtig, um diese Beschwerden zu vermeiden ist es, immer wieder die Sitzposition zu ändern, ergonomische Haltungen (also: gerader Rücken, Kopf und Nacken, Füße auf den Boden standhaft stellen). Die Kaffee- und Rauchpausen streichen und statt diesen die Zeit für kleine Turnübungen, wie zum Beispiel: ein bisschen am Arbeitsplatz spazieren gehen und die Fenster öffnen um frische Luft herein zu lassen um die Konzentration zu verbessern nützen. Um die Augenschmerzen zu verhindern soll man während der Arbeit am Computer öfters mal blinzeln und die Augen schließen, um die Augenschleimhaut feucht zu halten. Nach einem Arbeitstag ist es sehr wichtig jede Art von Sport zu machen, die Ihnen Spaß macht, um den Körper und Geist fit zu halten und vor Verspannungen zu schützen. Dieser Punkt ist wichtig, denn nach meinen Erfahrungswerten bringt man ein Ziel, oder ein Projekt nur dann gut durch, wenn man motiviert ist, und Motivation bekommt man am Besten durch Spaß (Vgl. Atem und Bewegung, Theorie und 100 praktische Übungen, Seite 43).

Für dieses Problem gibt es drei gute Übungen

Aufrechter Sitz:
auf die vordere Hälfte eines Hockers setzen, die Oberschenkel sollen nicht aufliegen. Unter- und Oberschenkel sollen ein Rechteck bilden und das Gewicht soll bewusst nach unten fliesen. Man soll leicht vor- und zurückkippen und so die Beckenknochen spüren, am höchsten Punkt sitzen bleiben, den Oberkörper, den Rücken und den Kopf gerade aufrichten und gerade ausschauen. Dann atmet man einfach durch, stellt sich wieder die Fragen wie es einem gerade geht, was zu verbessern ist. Man schaut, dass man die Atmung bewusst ruhig haltet und gibt sich selber ein positives Lächeln.

Schaukelsitz:
Sie setzen sich auf einen lehnenlosen Hocker, hängen die in sich verschränkten Hände an ein Knie und lehnen sich gleichzeitig nach vorne unten. Dabei rundet sich der Rücken und die Arme strecken sich. Sie können dann ganz bequem vor- und zurückschaukeln. Dann überwachen sie ihre Atmung und ihr Körpergefühl ein paar Augenblicken; gehen sie in sich und genießen das Leben.

Kutschersitz:
Sie setzen sich bequem hin, stellen Ihre Beine weiter auseinander als beim normalen sitzen, stützen die Unterarme auf die untere Hälfte der Oberschenkel vor den Knien. Dann beugen Sie den Rücken nach vorne hin und lassen den Kopf und den Hals hängen. Auch das ist eine sehr gut geeignete Ausgangsstellung um ein paar Augenblicke in sich zu gehen und sich ganz unkompliziert, angenehme Momente zuzuführen.

Diese Übungen sind sehr einfach zum Handhaben, (wenn man keinen Stuhl hat setzt man sich zum Beispiel auf die Stiege), man braucht nur wenig Zeit und ist sehr flexibel. Sorgen sie vorher dafür, dass sie ungestört sind. Man macht zum Beispiel die Bürotür zu, stellt das Telefon kurz auf lautlos, stellt den Radio, den Fernseher, Computerbildschirm aus um so einfach schneller und mit einer besseren Qualität in sich zu gehen. Mit diesen Maßnahmen kommt man schneller ans Ziel. Für mehr Hintergrundinformationen für alle Drei Übungen und Zusatz (Vgl. Atmen und Bewegung, Theorie und 100praktisdche Übungen, Seite 62 bis 65).

Ruhehaltungen während der Arbeit, kann man immer wieder einnehmen, wie diese drei erwähnten Übungen zeigen. Sie dauern nur wenige Minuten und man kann sie jederzeit durchführen! Es geht einem danach sofort besser und man nimmt sein Leben wieder selber in die Hand, gibt den eigenen Rhythmus vor. Solche kleinen Dinge machen den Tag lebenswert und die Psyche und der Körper danken es Ihnen durch ein gutes Gefühl. Denn es gibt nichts Wichtigeres als auf sich selbst zu hören, selbst zu wissen wann man Ruhe und Energie braucht. Das alles sind schon kleine aber wichtige autogene Übungen die man sehr einfach in den Alltag integrieren kann.

Eine weitere Übung von autogenem Training, um zu sich zu finden ist einfach eine

Körperreise.
Man beginnt wieder damit, dass man eine gute Sitzposition einnimmt und durchatmet. Man lenkt dann die ganze Aufmerksamkeit hinunter zu den Füssen. Man spürt nach einigem Üben richtig die Energie der Gedanken bei den konzentrierten Regionen. Ich verspüre meistens eine angenehme Wärme. Man fragt sich wie stehen die Füße, wie fühlen sie sich an, wie spürt man den Boden, wo werden sie gerade belastet, ist das Gefühl links anders als rechts? Gibt es Verspannungen, dann redet man sich ein: „Verspannungen sind mir gleichgültig, die verspannte Region fühlt sich ruhig und gut durchblutet an“. Danach geht man weiter hinauf mit den Gedanken, zu den Unterschenkel, Knie, und Oberschenkel. Man bleibt bei jedem Körperabschnitt, den man selber einteilen kann stehen und betrachtet mit dem inneren Auge die Gegebenheiten. Gehen sie den ganzen Körper durch und lassen sie sich Zeit. Bleiben Sie zum Schluss noch ein paar Augenblicke in sich und genießen Sie Ihr Leben. Dann kommen Sie wieder zurück und atmen kräftig durch und genießen das Werk des Schöpfers. Arbeiten Sie gut und motiviert weiter und schaffen Sie an diesem Tag noch etwas Gutes, Großes!

Diese Übung kann auch überall durchgeführt werden, ob während der Mittagspause, in der Straßenbahn, im Bus oder im Zug bei der Heimreise oder vor dem Einschlafen. Natürlich gibt es zu dieser Form des Autogenen Trainings auch CDs, aber ich mache sie lieber ohne CD, so spüre und  verstehe ich meinen Körper besser (Vgl. Atem und Bewegung, Theorie und 100 praktische Übungen, Seite 67).

Körper streichen:
Ist eine weitere Übung mit der man schnell aber konsequent zu seinen eigenen inneren Entspannungszustand kommt. Man streicht sich im wahrsten Sinne des Wortes die Ängste und Sorgen vom Körper weg

Nähmen sie zunächst eine gute Sitzposition ein, atmen sie durch und schließen sie die Augen. Versuchen Sie die Verspannungen und Ängste in den Muskeln zu spüren. Machen sie sich die Aggressionen in dieser Situation bewusst. Legen sie die rechte Hand auf die linke Hand, streicheln sie von den Fingerspitzen weg aufwärts Richtung Unter- und Oberarm und über die Schulter, das Brustbein hinunter streicheln bis zum Unterbauch. Versuchen sie diese Streicheleinheit in einem Zug durchzuziehen und wiederholen sie diesen Schritt noch dreimal von vorne. Danach legen sie die linke Hand auf die rechte und wiederholen sie bitte diese Streicheleinheit viermal gleich wie bei dem linken Arm. Danach streicheln sie mit beiden Händen von der Stirn über das Gesicht, zum Hals hinunter bis zum Unterbauch und wiederholen diesen Teil dreimal. Anschließend beginnen sie mit der Streicheleinheit mit beiden Händen vom Oberbauch über die Rippen bis zu den Flanken zum Außenbecken. Streichen sie dann weiter entlang der Beine bis hinunter zu den Füssen. Dabei lassen sie den Kopf und den Rücken nach unten hängen und danach streicheln sie an der Innenseite der Unter und Oberschenkel über die Leisten und den Beckenkamm nach hinten und den Lendenbereich hinauf Richtung Kopf, so weit geht. Diese Übung wiederholen sie auch wieder dreimal. Zum Abschluss können sie diese drei verschiedenen Übungsbereiche einmal in einer ganz durchgehenden Streichung zusammenfügen! Danach sind sie total befreit und fühlen sich frei vom Stress und frei von  Sorgen. Viele Menschen nehmen diese Übung gerne an, weil streicheln immer etwas Wohltuendes ist und dadurch gibt man sich ja wieder Energie. Was gut tut, tut gut, so könnte man diese Übung kurz und prägnant beschreiben! (Vgl. Atem und Bewegung ,Theorie und 100 praktische Übungen, Seite 68)

Die Wirkung auf Seele und Geist dieser Übung wird so beschrieben: „Körper: Die Körperwände und – grenzen werden bewusster und auch der Rücken wird belebt. Es entsteht Verbindung zwischen den einzelnen Körperbereichen, der Körper wird als Einheit spürbar…Seele und Geist: Sicherheit, Klarheit, Ich- Gefühl und Sammlung entstehen. Atem: Atembewegung breitet sich im ganzen Rumpf aus, Atemschwingung in den Armen, Händen, Beinen, Füßen und im Kopf“ (Atem und Bewegung, Theorie und 100 praktische Übungen 2006, Seite 67).

Ist es sinnvoll Autogenes Training in die Pflege zu integrieren?

Wie man bei den vorangegangenen Kapiteln sehen kann, ist es so, dass Stress auf den Menschen und das ganze Umfeld einfach negativ und schädigend ist. Die Gefahr, dass man auf Krankheiten und auf Unzufriedenheit in Stresssituationen trifft ist immer gegeben, aber sie ist geringer bei einem ausgeglichenen, fröhlichen und in den meisten Situationen zufriedenen Menschen! Das habe ich Ihnen versucht durch verschiedenste Beispiele verständlich zu machen und es gibt  hunderte und noch mehr Bücher, die sich mit Unzufriedenheit, Stress und den sich daraus ergebenden Problemen wie Sorgen, Ängste und Unausgeglichenheit, befassen. Man braucht nur im Internet oder in der nächsten Bücherei ein paar Minuten zum Suchen investieren und man wird genug Fakten die das vorhin dargelegte unterstreichen, finden.

Ich habe Ihnen vorhin auch in einem großen Kapitel verschiedenste Arten von Übungen angeführt, mit denen man sich selber eine Theorie aneignen kann, um in den verschiedensten Lebenssituationen zu bestehen. Damit haben Sie ein Medium in der Hand, mit dem Sie Stress, Sorgen, Ängste, extreme Lebenssituationen durch ein paar Minuten Selbstprogrammierung wieder auflösen können um danach einen selbst bestimmt zufriedenen Weg gehen zu können!
Ich garantiere ich Ihnen, wenn sie genügend Energie investieren kommt mit der Zeit auch der gewünschte Erfolg! Wichtig ist, kontinuierlich immer wieder  konzentriert arbeiten und die Erfolge wachsen und gedeihen lassen, dann wird es auch bei Ihnen funktionieren. Viele Wege führen nach Rom, finden sie Ihren Eigenen um ein stressfreies, tolles und zufriedenes Arbeitsklima in der Pflege zu schaffen. Sie sind der Spiegel der Welt und deswegen lachen sie in ihrer stationären Arbeit, um lächelnde Patienten zu bekommen! Ganz wichtig ist es, dass Sie die Arbeit mit Freude und nicht mit Qual machen, denn alles mit Zwang gemachte, geht in die falsche Richtung.

So kann Ihr Pflege Alltag aussehen.

Wenn Sie morgens aufstehen und ihren Pflegealltag vor sich haben, stellen sie ihren Wecker zum Beispiel um fünf Minuten früher und lassen ihn dann auf Schlummerfunktion. In den fünf Minuten können sie sich bestens mit einer oben erwähnte Morgenübung für den kommenden Tag motivieren indem Sie den Tag, die Nacht und das Körpergefühl durchgehen. Nehmen Sie sich die Zeit für diese fünf Minuten in der Früh und Sie können sich jeden Tag auf einen tollen Start freuen. Probieren Sie es wenigsten ein-, zweimal aus und dann werden Sie ja sehen wie sich diese fünf Minuten Selbstbeschäftigung auf den Beginn in einen neuen positiven Tag auswirkt. Wenn sie nach einer Zeit merken, dass die Methoden bei Ihnen nicht den erwünschten Erfolg bringen, dann bitte lassen sie es so wie es ist. Wie schon öfters in dieser Arbeit erwähnt sollte keinen Zwang im Autogenen Training angewandt werden. Alles was keinen Spaß macht wandeln sie BITTE nach Ihren Wünschen und Vorstellungen um.
Wenn Sie wie ich ein Mensch sind, der seinen täglichen Weg zur Arbeit mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zurücklegt, dann ist dies der beste Zeitpunkt um sich einer Autogenen Übung zu widmen. Im Bus oder im Zug  Autogenes Training durchzuführen ist einfach und unauffällig, denn man kann die Augen zumachen und jeder glaubt man schläft, dabei übt man  für ein ausgeglichenes Leben, für einen guten Tag, für die Ziele des eigenen Lebens, für eine gute positive und angenehme Pflege… Wenn man mit dem eigenen PKW zur Arbeit fährt, ist die Überlegung auf ein öffentliches Verkehrsmittel umzusteigen sicher bei einigen im Kopf. Aber mir ist ganz klar, dass es nur bei wenigen Leuten die Möglichkeit gibt, diesen Gedanken auch umzusetzen. Aber wenn sie im Auto einen CD-Player haben, dann können sie eine CD mit autogener oder entspannter Musik einlegen und so versuchen sich zu entspannen und so stressfreier durch den morgendlichen Straßenverkehr zu kommen. Denn wenn sie schon bei der ersten roten Ampel oder bei Stau aus ihrer Haut fahren und ihre Nerven angespannt sind, dann möchte ich an diesem Tag nur bedingt gerne ein Patient von Ihnen sein, da der Reizungsspiegel für diesen Tag dann sicher schon sehr angekratzt ist.
Bei Arbeitsbeginn erfolgt meistens zuerst die Dienstübergabe. Wenn ich vor der Dienstübergabe die Worte: Ich bin total konzentriert und bekomme alle wichtigen Information mit, und mit den Gedanken: Heute werde ich ruhig und liebevoll meine Pflege und mein Tätigkeiten durchführen spreche. Schaffe ich sicher eine sinnvolle und richtungweisende Basis für einen guten Tagesbeginn. Im Laufe des Tages, müssen sie sich dann in der Pflege immer wieder hinsetzen und die ganzen Tätigkeiten dokumentieren. Genau das ist die richtige Zeit um eine der oben genannten Sitzübungen durchzuführen. Und wenn sie unter Stress stehen, dann bleiben sie einen Augenblick stehen, oder gehen sie aufs WC und atmen sie richtig gut durch. Reden sie sich in Gedanken ein, ich werde ruhig, der Tag wendet sich jetzt mit mir wieder in die richtige gute, positive Richtung und dann arbeiten sie wieder mit Ruhe und Konzentration weiter. Diese Minute Zeit haben sie bei jeder Tätigkeit. Bevor Sie einen Fehler machen, und Sie dann lange Zeit brauchen um diesen wieder rückgängig, beziehungsweise teilweise gut zu machen, hätten sie schon wieder ganz viele Übungen machen können. Oder sie hätten sie nützen können um mit Patienten zu reden, oder eine basalstimmulierende Einreibung durchzuführen. In der Kaffee- oder Rauchpause können sie statt ihren Körper zu schädigen, die Zeit nützen um sich zu entspannen. In der Mittagspause könnten sie dann etwas Gesundes mit vielen Bissen essen oder bei ruhiger entspannender Musik in sich kehren. Daheim sollten sie Sportbetreiben und vor dem Einschlafen eine entsprechende Autogene Übung anwenden um langsam und entspannt in ihren wohl verdienten Schlaf zu kommen.

Schlusswort:

Ich bin überzeugt davon, dass durch Autogenes Training der Pflegealltag von jungen Pflegepersonen wesentlich stressfreier gestaltet werden könnte und sich dadurch die geleistete Pflege optimieren lässt. Wichtig dafür wäre nur, dass es einerseits gelingen müsste die Pflegepersonen von der positiven Wirkung der Übungen auf Körper und Geist zu überzeugen und dass andererseits im Pflegealltag genügend Freiraum für diverse Übungseinheiten geschaffen wird. Die Ausgeglichenheit des Pflegepersonals würde sich nicht nur auf die von ihnen betreuten Patienten sondern auch auf das ganze Umfeld im Krankhaus und im Privatbereich auswirken. Außerdem bin ich überzeugt davon dass ein durch autogenes Training beeinflusster Körper weniger Krankheitsanfällig ist und sich dies positiv auf die Krankenstandsstatistik auswirkt. Dies wiederum würde bedeuten, dass volkswirtschaftlich gesehen enorm viel Geld eingespart werden könnte. Natürlich ist mir klar, dass man, um Autogenes Training ausüben zu können, dieses auch bei Zeiten lernen muss. Die hierbei investierte Zeit und das dafür verwendete Geld würden sich für die Verantwortlichen im Gesundheitswesen später positive bemerkbar machen. Da Österreich Mitglied der WHO ist und uns die Erreichung der Europäischen Ziele ein Anliegen sein sollte, könnte ich mir vorstellen, dass wir durch die Einführung von Autogenen Übungen in den Pflegealltag sogar einige Ziele erreichen könnten. Zum Beispiel: Ziel Vier: „Gesundheit Junger Menschen“, Ziel sechs: „Verbesserung der Psychischen Gesundheit“, Ziel Dreizehn: „Settings zur Förderung der Gesundheit“ und Ziel achtzehn: „Qualifizierung von Fachkräften für Gesundheitlichen Aufgaben“.

Literaturverzeichnis

Bücher:

CD- Autogenes Training

Dr. Arnd Stein Autogenes Training 2002, (CD)

Dr. med. Nicole Menche, Langen/ Hessen, Pflege Heute, 3 Auflage, Urban & Fischer, Germany, Juli 2004

Dipl.- Psych. Dr. Dietmar Ohm, Stressfrei durch Progressive Relaxation, 3. Auflage, Georg Thieme Verlag, 1999

Josef Kirschner, Hilf dir selbst sonst hilft dir keiner, Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. München, 2000

Norbert Faller, Atem und Bewegung, Theorie und 100 praktische Übungen, Springer Wien New York Verlag, 2006

Patricia Benner, Judith Wrubel, Pflege, Stress und Bewältigung, Hans Huber Verlag, Bern 1997

Slow down your life

Sorge dich nicht, Lebe!

Stephan Grunst, Ulrich Sure, Neurologie Psychiatrie, 3. Auflage, Urban & Fischer Verlag, 2006

Internetseiten:

http://www.meduniqa.at/ 16.12.2005

http://www.stressforschung.ch/77/burnout.html herausgeholt am 28.11.2007

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